Aktuelle Programme

 

Wie alles begann.

1990 !?
Ende Oktober, costa brava, 25°, Sonne, Strand, nette Leute, und - vor allem 3 Keulen
Zeitvertreib am Strand also und dann Konzentrations- und Koordinationsübung für´s Beamtenhirn, ohne jegliche Absicht, irgendwann Leute damit unterhalten zu wollen. Die ersten Erfahrungen mit Mitmenschen und der neuen Kunst waren eher von der nervigen Sorte - gut, eine ganze Reihe von Zimmerpflanzen fiel der neuen Passion in der ersten Zeit zum Opfer.

1991
Nach autodidaktischen Anfängen, erste Kontakte zu anderen Jongleuren, vor allem Jürgen Seybold - das führte zu einigermaßen regelmäßigen gemeinsamen Trainingseinheiten

1992
Erste Gedanken, dass es vielleicht reizvoll sein könnte, wenn das mal einer (oder natürlich eine) sehen könnte und im Juli der erste Auftritt, oder was wir damals stolz so nannten.

Das Jongleurduo
„Die Wegwerfgesellschaft“ war geboren, bestehend aus Günther Letsch und Jürgen Seybold. Zur Jonglage gesellten sich dann ziemlich schnell andere Stilelemente wie Comedy, Clownerie, Zauberei. So entstanden unter dem Untertitel „Jonglage, Akrobatik ond domms Zuig“ im Laufe der Jahre mehrere Programme für Erwachsene und Kinder.

Alles in allem war „Die Wegwerfgesellschaft“ für beide Partner eine wichtige und fruchtbare Zeit des Dazulernens und der Entwicklung, der unvermeidlichen gelegentlichen Misserfolge und des Hochgefühls nach zahlreichen erfolgreichen Auftritten.

1998
verlässt Jürgen Seybold „Die Wegwerfgesellschaft“ um solo seine Profi-Pläne verfolgen zu können. Zu sehen ist er heute als „Jupp“, bzw. als „Zauberer Basilikum“ und ist als Zirkuspädagoge tätig.

Da eine Gesellschaft mit nur einem Mitglied nicht so richtig funktionieren kann, hört damit auch „Die Wegwerfgesellschaft“ auf, zu existieren.

Ebenfalls in diesem Jahr findet der erste Auftritt der Clowns „Pippo und Peppino“ statt. Pippo ist eine Figur aus einem Kinderprogramm der Wegwerfgesellschaft, gespielt von Günther Letsch, Peppino ist der zu dieser Zeit 5 ½ jährige Jonas Letsch. Es folgen zahlreiche Auftritte mit dem Clown-Theaterstück „Der geheimnisvolle Koffer“

1999
entsteht nach einer schöpferischen Pause das erste Solo-Programm von Günther Letsch.

„komeede, kug´lfuhr, g´schwätz“ ist eine schwäbisch-kabarettistische Artisitik-Show. Sie lebt von Eugen und Mathilde Freudigmann, zwei Figuren aus Wegwerfgesellschaftszeiten. Dieses Programm wächst sich zu erfolgreichen abendfüllenden Show aus. Eugen und Mathilde sind auch als Conferenciers bei verschiedenen Kleinkunstveranstaltungen zu sehen.

 

2000
Das Solo-Dasein ist zwar erfolgreich, aber die Erfolge müssen eben oft auch alleine gefeiert werden, was nicht den größten Spaß bringt. Deshalb nimmt nach dem Zusammentreffen mit Andi Musen eine lang gehegte Idee Formen an: Ein Amateur-(nicht zu verwechseln mit Laien-) Varieté-Projekt.

Außerdem ist Jonas der Peppino-Rolle entwachsen. Die Idee eines mittelalterlichen Programms entsteht, nicht zuletzt inspiriert durch die Ruine Hornstein in Bingen, die schon öfter Schauplatz erfolgreicher Auftritte war und eine kaum zu überbietende Kulisse für Open-Air- Veranstaltungen darstellt.

2001
Das Varieté ist kein Projekt mehr, es geht mit grandiosem Erfolg (wie wir ihn nie zu erwarten gewagt hätten) unter dem Namen „Die Circhgänger - ein Varieté zwischen Himmel und Hölle“ in der Alten Kirche Rulfingen über die Bühne. 4 Shows, 15 Künstler auf der Bühne und weitere 4 an Technik und Maske. Als temporäres Projekt geplant, war nach diesen 4 Shows (leider) Schluss. Das Projekt harrt einer Fortsetzung.

Unter den Namen „Fagus und Fraxinus“ betreten Günther und Jonas Latsch als mittelalterliche Gaukler das Geschehen. Das nächste Projekt steht auf der Bühne, bzw. der Straße.

Anfänglich als Kinderprogramm im mittelalterlichen Stil geplant, entwickelt es sich schnell zu einem flexiblen Programm für Bühne, Straße, (mittelalterliche) Märkte, Erlebnisgastronomie, ... und für jede Altersgruppe.

Erste Auszeichnung für dieses Programm: 1. Preis in der Kategorie Zauberei beim Altensteiger Gauklertreffen.

Bis heute entwickelt sich das Ganze immer weiter und ein Ende ist glücklicherweise nicht absehbar.

Wie aus einschlägigen Fernsehserien gewohnt, bekommt Jonas einen Nachfolger als Peppino. Nachdem sein Bruder Simon krankheitsbedingt kurzfristig, spontan und hochimprovisativ in die Rolle des Peppino schlüpft und sein clowneskes Talent offenbart, beginnt die Arbeit am neuen Pippo und Peppino – Stück „Ein Geburtstag wie verhext“ das ebenfalls bis heute gespielt wird -- nur eben mit Simon als Peppino.

2002
Die Feuerkünste, schon seit längerer Zeit Bestandteil des Fagus & Fraxinus-Programms bekommen mehr Gewicht und dann eine eigene Show im Feuerspektakel „Feuer und Flamme“

2003
Die Kreise werden größer: Auftritte beim international besetzten Gauklerfestival Feldkirch (A), eines der renommierten Straßenkünstlerfestivals in Europa.

Eine weitere Auszeichnung: 4. Preis insgesamt beim Altensteiger Gauklerfestival, was gegenüber 2001 keinen Rückschritt bedeutet, es wurde lediglich auf die Kategorien verzichtet und dadurch die Konkurrenz vergrößert.

 

 

2004
Es wird internationaler: Der erste Auftritt außerhalb der EU - in der Schweiz ;o) und das gleich wieder mit einem Preis, nämlich dem 4. Preis beim Internationalen Gauklerfestival Lenzburg (CH)

bis heute sind diese drei Programme - „Fagus & Fraxinus“, „Pippo & Peppino“ und „Feuer und Flamme“ aktiv und entwickeln sich weiter, im Hinterkopf spuken neue Ideen, die ans Licht wollen, man darf gespannt sein, wie das Ganze weitergeht ...

2005
Ein neues Projekt nimmt Gestalt an. In Zusammenarbeit mit dem Bistró-Restaurant Fidelio in Sigmaringen geht am 4.5.05 ein kulinarisch-amouröser Abend über die Bühne, bzw. die Theke, eine Gesamtkomposition aus edlem Essen, Weinprobe und Kultur in Form von Liebeslyrik, -Szenen und Live-Musik.
Das Fidelio gibt es leider nicht mehr, was aber nicht der einzige Grund dafür ist, dass dieses Projekt bis heute eine Eintagsfliege blieb.
Nachdem uns der weibliche Part des Ensembles verlassen hat und es - in der schwäbischen Provinz - nicht einfach ist, adäquaten Ersatz zu finden, sind wir noch immer auf der Suche.
Bewerbungen werden gerne entgegengenommen.

Am 30. April - der Walpurgisnacht - gibt Jonas Letsch, alias Fraxinus, sein Debut als Feuerkünstler und ist kurze Zeit später nicht mehr aus dem Feuerspektakel "Feuer und Flamme" wegzudenken.

2006
Das Repertoire der Gaukler Fagus und Fraxinus wird durch die Unterstützung, die Jonas in der Zirkus- und Theaterschule MOSKITO in Ravensburg erfährt zunehmend artistischer,Jonglage-betonter und anspruchsvoller.

2007
Pippo und Peppino betreten zum (wahrscheinlich) letzten Mal die Bühne. Auch Simon ist der Rolle langsam entwachsen.

Aber - die Technik und der Übungsfleiß von Simon und Jonas macht es möglich:
Mit Illuminaria entsteht die erste Bühnennummer zu dritt.
Eine Jonglage- und Swinging- Nummer, bei der die Jongleure kaum wahrgenommen werden, es wirken vor allem die Lichtskulpturen, die von den LED-beleuchteten Requisiten in die Luft gezeichnet werden.

Parallel dazu nimmt eine neue Gruppe, ein neues Projekt Formen an. Improvvisationstheater ist das Thema und aus der "feindllichen Übernahme" eines VHS-Kurses entsteht die Gruppe "spieltrieb"

2009
im Januar steht "spieltrieb - Theater aus dem Nichts" zum ersten mal auf der Bühne des Alten Schlachthofes in Sigmaringen, wo wir eine neue Heimat gefunden haben.